Klassenkampf
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en:Class warfare Klassenkampf ist oft gebrauchter Begriff, der aus der Theorie von Karl Marx stammt und von Marxisten benutzt wird, um die sozialen und politischen Konflikte zwischen den gesellschaftlichen Klassen (Klassengegensatze) zu erklaren und die Anderung gesellschaftlicher Verhaltnisse zu beschreiben.
Marx zufolge befindet sich die Gesellschaft in einem standigen Widerspruch, der sich insbesondere in einem Konflikt zwischen den Inhabern der Arbeitskraft - den so genannten Proletariern - und den Besitzern der Produktionsmittel - den so genannten Kapitalisten - ausdruckt. Bei diesem Konflikt handelt es sich um den so genannten Klassenkampf. Die Theorie des Klassenkampfs hat sich nach Marx weiter entwickelt. Dabei war insbesondere umstritten, ob Gewerkschaften und Parteien geeignete Organisationsformen sind, um die Interessen der abhangig Beschaftigten zu vertreten, oder ob sie deren Selbstorganisierung nicht eher be- bzw. verhindern.
| Table of contents |
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1 Entstehung des Klassenkampfes
2 Klassenkampf als Triebfeder der gesellschaftlichen Evolution
3 Klassenkampf der Gegenwart
4 Kritische Bemerkungen
5 Literatur von Karl Marx
6 Sonstige Literatur
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Entstehung des Klassenkampfes
Nach Karl Marx ist der bleibende Ausgangspunkt fur den Klassenkampf das okonomische Interesse des Kapitals, das Verhaltnis zwischen Arbeitszeit der Beschaftigten und gezahltem Lohn moglichst profitabel ausfallen zu lassen. Der Mehrwert entspringt aus der Differenz zwischen dem von den Arbeitern geschaffene Wert (der dem Kapitalisten als Eigentumer der Produktionsmittel gehort) und dem fur die Verfugung uber ihre Arbeitskraft gezahlten Lohn. Daraus entspringt der stetige 'Heisshunger des Kapitals nach Mehrarbeit': Zur Steigerung der Mehrwertrate wird der Arbeitslohn im Verhaltnis zum Ertrag der Arbeitsleistung gesenkt.
Die einfachste Form ist dabei die Verlangerung des Arbeitstages bei gleichbleibendem Lohn. Da diese an - physische und rechtliche - Schranken stosst, wird der technische Fortschritt zum Hebel des Klassenkampfes: Die Arbeit produktiver zu machen - und intensiver verausgaben zu lassen - dient der Verbilligung der Arbeitskraft. Der technische Fortschritt beeinflusst die Arbeitsprozesse und Produktionsverhaltnisse.
Durch die Veranderung in den Produktionskraften und weil sie immer noch am Rande der Armut leben, werden sich die Mitglieder der Unterklassen bewusst, dass sie ausgenutzt werden und fordern ihren Anteil am von ihnen geschaffenen Wert. Durch dieses Bewusst werden engagieren sich die Unterklassen in einer gemeinsamen politischen Aktion.
Die Oberklassen ihrerseits - als Inhaber des juristischen, politischen und wirtschaftlichen 'Uberbaus' - sind nicht bereit Konzessionen in Richtung einer allgemeinen Veranderung einzugehen.
Laut Marx kann eine solche Konstellation zu nichts anderem fuhren, als zu einem standigen Kampf zwischen Unterklassen mit dem Wunsch nach einer Veranderung der Produktionsverhaltnisse und Oberklassen mit dem Wunsch nach Erhaltung des Status Quo.
Klassenkampf als Triebfeder der gesellschaftlichen Evolution
Siehe Historischer Materialismus.
Ausserdem kommt der Begriff 'Klassenkampf' auch im Wirtschaftsliberalismus vor; er bedeutet hier, das zwischen den verschiedenen Standen ein 'Kampf' ausbricht, wer Besitz hat und wer nicht...
Klassenkampf der Gegenwart
Uber gegenwartige Klassenkampfe informieren:
- labornet (http://www.labornet.org/)
- wildcat (http://www.wildcat-www.de/)
- Collective Action Notes (http://www.geocities.com/CapitolHill/Lobby/2379/)
- FAU (http://www.fau.org/)
Kritische Bemerkungen
Wie andere von Marx' Konzepten, wurde der Begriff 'Klassenkampf' von einer ganzen Reihe von Politikern fur sich und ihre eigenen Interessen vereinnahmt. Ursprunglich handelt es sich - wie in diesem Artikel dargestellt - um eine Moglichkeit unter mehreren, um die Unterschiede, aber auch die schwelenden Konflikte zwischen Angehorigen verschiedener sozialer Schichten zu erklaren und zwar in bezug auf ihrer Beziehung zum Kapital. Solche Konflikte sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen, nichtsdestoweniger ist die marxsche Sichtweise in Anbetracht der Komplexitat sozialer Vorgange als (zu) stark vereinfachend zu bezeichnen. Sein selbst formulierter Anspruch, eine globale Theorie geschrieben zu haben, d.h. eine, die samtliche Vorgange in einer Gesellschaft erklart, ist in dem Sinne vermessen, als er ganz bewusst wichtige Aspekte des menschlichen Zusammenlebens beiseite gelassen hat.
Literatur von Karl Marx
Beim vorliegenden Artikel handelt es sich um eine rudimentare und stark vereinfachte Zusammenfassung folgender Werke Karl Marx':
- Die deutsche Ideologie (gemeinsam mit Friedrich Engels), 1847
- Das Kommunistische Manifest (gemeinsam mit Engels), 1848
- Zur Kritik der politischen Okonomie, 1859
- Das Kapital, 1867
Sonstige Literatur
- Louis Adamic, Dynamit : Geschichte des Klassenkampfs in den USA (1880 - 1930) . [Ubers. aus dem Amerikan.: Thomas Schmid und Joschka Fischer], Munchen : Trikont-Verl., 1974
Klassische Darstelllung der militanten Klassenkampfe in den USA
- Cajo Brendel, Anton Pannekoek – Denker der Revolution, Freiburg: ca-ira Verlag 2001, ISBN: 3-924627-75-4
Kaum jemand hat die Klassenkampfe der Arbeiter so intensiv analysiert wie Pannekoek und dabei die Bedeutung der Selbstorganisierung so konsequent heraus gearbeitet.
- Peter Decker / Konrad Hecker: Das Proletariat (http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/prol/prolix.htm) ISBN 3-929211-05-X
- Leo Zeilig (Editor), Class Struggle and Resistance in Africa, New Clarion Press 2002
en:Class struggle fr:Lutte des classes sv:Klasskamp
Kategorie:Marxismus Kategorie:Soziologie Kategorie:Volkswirtschaftslehre
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